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Use-Case

Es gibt drei verschiedene Use-Case-Typen: Brief UC, Informell (Casual UC), Vollständig (Fully dressed UC).

Ein Use Case muss ein konkreten Nutzen für den Akteur erzeugen. Dabei enhält ein Use-Case meistens mehr als eine einzelne Interaktion.

Der Titel eins Use-Case sollte dem Schema Kasse eröffnen folgen.

Der Boss-Test besagt, falls dein Boss dich frag, was du den ganzen Tag gemacht hast und du sagst, du hast die ganze Zeit den einen Use-Case ausgeführt, sollte er zufrieden sein.

Der Elementary Business Process Test (EBP-Test) besagt, dass ein Use Case eine Aufgabe, die von einer Person und einem Ort zu einer bestimmten Zeit ausgeführt wird, als Reaktion auf einen Business Event.

Wichtig bei Use-Cases: Das Ping-Pong zwischen den Akteure und dem System gut herausarbeiten.

Use-Case finden

  1. Systemgrenzen definieren
  2. Primärakteure identifizieren
  3. Jobs (Ziele, Aufgaben) der Primärakteure identifizieren

Use-Case-Diagramm

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Im folgenden Diagramm sieht man wie <<extends>> und <<include>> verwendet wird. Mit <<include>> werden Prozesse eingebunden, welche selbst keine vollen Use-Case sind und sind nicht mit einem Akteur verbunden. Der Prozess ist dann im Use-Case enthalten (z.B. Process Sale enhält Handle TWINT Payment). Ein Use-Case kann mit <<extends>> verbunden werden, wenn ein Use-Case erweitert wird (z.B. erweitert den Use-Case "Process Sale with Voucher" den Use-Case "Process Sale"). Ein erweiterten Use-Case kann eine Verbindung mit einem Akteur haben.

Akteure können mitimage-20221120201728582 generalisiert werden (z.B. Junior Cashier is-a Cashier)

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Brief Use-Case

Ein Brief Use-Case wird meistens zu Beginn erstellt und ist in Prosa. In ein Brief Use-Case kommt folgendes enhalten werden:

  • Nur Erfolgsszenario
  • Trigger des Use-Case
  • Akteure
  • Summarischen Ablauf des Use-Case

Casual Use-Case

Ein Casual Use-Case wird ebenfalls zu Beginn der Analyse verwendet und enthält folgendes:

  • Erfolgsszenario & wichtigste Alternativszenarien
  • Trigger des Use-Case
  • Akteure
  • Summarischen Ablauf des Use-Case

Fully-dressed Use-Case

  • Use-Case-Name

Aktiv formulieren (ev. Objekt + Verb)

  • Umfang (Scope) Beschreibung des zu entwickelnde System

  • Ebene (Level)

  • Primärakteur (Primary Actor) Die Primärakteure und wer den Use-Case initiert

  • Stakeholders und Interessen Für wen den Use-Case sonst noch relevant ist und welche Interesse diese haben

  • Vorbedingungen (Preconditions) Voraussetzungen, damit der Use-Case ablaufen kann

  • Erfolgsgarantie/Nachbedingungen (Success Guarantee) Was nach der Ausführung gewährleistet werden muss

  • Standardablauf (Main Sucess Scenario) Der "normale" Ablauf in einer nummerierten Liste, aber keine Lösungsdetails

  • Erweiterungen (Extensions)

Alternative Erfolgs- und Misserfolgsszenarien

  • Spezielle Anforderungen (Special Requirements)

  • Liste der Technik und Datavariationen (Technology and Data Variations)

  • Häufigkeit des Auftretens (Frequency of Occurance

  • Verschiedenes (Miscellaneous)

Systemsequenzdiagram

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