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Summary - 2022-01-17

Aussagenlogik

Begriff Erklärung
\(\top\) (Tautologie) immer wahr
\(\bot\) (Wiederspruch) immer falsch
\(\vee\) oder
\(\wedge\) und

Bindung: \(\neg, \wedge, \vee, \Rightarrow, \Leftrightarrow\)

Gesetze

  • Distributivgesetzt: \(A \wedge (B \vee C) \Leftrightarrow (A \wedge B) \vee (A \wedge C)\)
  • Der Morgen: \(\neg(A\vee B) \Leftrightarrow \neg A \wedge \neg B\)
  • Implikation: \(A \Rightarrow B \Leftrightarrow \neg A \vee B\)
  • Kontraposition: \(A \Rightarrow B \Leftrightarrow \neg B \Rightarrow \neg A\)
  • Äquivalenz \((A \Leftrightarrow B) \Leftrightarrow (A \Rightarrow B) \wedge (B \Rightarrow A) \Leftrightarrow (\neg A \vee B) \wedge (\neg B \vee A)\)
Formel Erklärung
\(A(x):=\text{"x ist einfach"}\) Aussage
\(\neg\exists x\in P A(x)\) oder \(\forall x \in P(\neg A(x))\) Keine Prüfung ist einfach
\(\exists x \in P A(x) \wedge (\forall y,z\in P(A(x)\wedge A(y)\Rightarrow x=y))\) Genau eine Prüfung ist einfach
\(\exists x \in P A(x) \wedge (\forall a, b, c \in P (a\neq b \neq c \Rightarrow \neg(A(a) \wedge A(b) \wedge A(c)))\) Genau zwei Prüfungen sind einfach
\(\exists a,b \in P(a\neq b \wedge A(a) )\)

Beweistechniken

  • Direkten Beweis

  • So veralgemeinern, dass der einte der Term gleich dem anderen Term ist

  • Beweis durch Widerspruch

  • Anstatt zu zeigen, dass die Aussage A immer wahr ist, wird bewiessen, dass A niemals falsch ist. Also Anstatt \(\forall n (A(n) \Rightarrow B(n)): true\) soll man beweissen \(\neg (\forall n(A(n)\Rightarrow B(n))):false\) ist

  • Beweis durch (Gegen-) Beispiel

  • Wenn beweissen werden soll, dass etwas immer korrekt oder immer falsch ist, kann mit ein korrekten, bzw. falschem Beispiel gezeigt werden, dass die Aussage falsch ist

  • Beweis durch Kontraposition

  • Es gillt die Aussage von der Form \(A \Rightarrow B \Leftrightarrow \neg B \Rightarrow \neg A\)

  • Äquivalenz

  • Da eine Äquivalenz \((A \Leftrightarrow B) \Leftrightarrow (A \Rightarrow B \wedge B \Rightarrow A)\) ist, kann einfach das zweitere bewiessen werden.

Semantik

Begriff Erklärung
Gülltig oder Wahr Bei einer spezifischen Belegung wahr
Allgemeingülltig Bei allen Belegungen wahr
Erfüllbar mind. eine Belegung ist erfüllbar
Unerfüllbar immer falsch
Wiederlegbar mind. einmal falsch; nicht umbedingt immer falsch
Literale \(\neg a \text{ oder } a\)
Negotions Normalform (NNF) Keine Implikationen und alle\(\neg\) in Literale
Disjunktive Normalform (DNF) Form:\((L_1 \wedge L_2 \wedge ...)\vee (L_3 \wedge L_4) \vee ...\)
Konjuktive Normalform (KNF) Form:\(L_1 \vee L_2 \vee ...) \wedge (L_3 \vee L_4)\wedge ...\)
Funktional Vollständig Menge von Logischen Verknüpfungen, welche die Funktionen\(\vee, \wedge, \neg, \rightarrow\) darstellen können

Mengen

Begriff Erklärung
Natürliche Zahlen (\(\N\)) \([0; \infty]\)
Ganze Zahlen (\(\Z\)) \([-\infty;\infty]\)
Rationale Zahlen (\(\mathbb Q\)) Alle Zahlen, darstellbar durch einen Bruch
Reele Zahlen (\(\R\)) Alle Zahlen mit einem Komma (\(\pi\), \(e\), 2.32, 2, ...)
Intervallschreibweisse Ist immer im Zahlenbereich \(\R\)
Teilmenge (\(X \subseteq Y\)) \(\forall x (x \in X \Rightarrow x \in Y)\) / X ist eine Teilmenge von Y, X=Y kann auch sein
Echte Teilmenge (\(X \subsetneq Y\)) \(X \subseteq Y \wedge X \neq Y\) / X ist eine Teilmenge von Y, X kann nicht Y sein
Potenzmenge (\(\mathcal P(X)\)) Menge aller Teilmenge (\(\mathcal P(\{0, 1\})=\{\emptyset, \{0\}, \{1\}, \{0, 1\} \}\). Die Mächtigkeit ist \(\mathcal \vert P(A)\vert=2^{ \vert A \vert}\); \(\mathcal P(A)=\{x\mid x \subseteq A\}\)
Partition Eine Menge von Teilmengen von A, welche nicht leer sind (\(\bigcup_{i\in I}P_i=A\)) (nicht leer, paarweise disjunkt, Vereinigung gibt Ursprungsmenge)
Kardinalität/Mächtigkeit Anzahl Elemente in Menge
Schnittmenge (\(X \cap Y\)) Alle Elemente, welche in beiden enthalten sind (\(X\cup U=\{x\mid x \in X \wedge x \in Y\}\))
Distributivgesetz: \(A\cap(B\cup C)=(A\cap B)\cup (A\cap C)\)
DeMorgan: \((C\setminus A)\cap(C\setminus B)=C\setminus(A\cup B)\)
Vereinigung (\(X \cup Y\)) Alle Elemente von beiden Mengen (\(X\cup U=\{x\mid x \in X \vee x \in Y\}\))
Komplement (\(X\setminus Y)\) Alle Elemente aus X, welche nicht in Y vorkommen (\(X \cap \bar Y\))
(nicht paarweise) Disjunkte Mengen Zwei Mengen teilen keine Elemente image-20211227121932729
paarwweise Disjunkte Mengen Alle Mengen teilen keine Elemente
Abzählbare Menge Wenn eine surjektive Funktion \(F: \N \rightarrow X\) existiert:
Abzählbar: \(\N\times\N\) , \(\Z\times\Z\),
Überabzählbare Menge Wenn es keine surjektive Funktion \(F: \N \rightarrow X\) existiert
Überabzählbar: \(\mathcal P(\N)\), \([0;1]\); Die Menge aller unendlichen Binärsequenzen (2. Diagonalargument)

Relationen

Begriff Erklärung
Injektiv (linkseindeutig) Wenn zu jedem y höchsten ein x gibt
Surjektiv (rechtstotal) Wenn es zu jedem y mindestens ein x gibt
Funktion (Relation) Eine Relation, bei welchem ein x Element nicht zwei y Werte gibt. Von einem Element dürfen also nur maximal ein Pfeil wegzeigen.
Bijektive Funktion Eine Funktion, welche injektiv und surjktiv ist
Homogene Relation \(A=B, R\subseteq A\times A\)
Wohldefiniertheit Eine Funktion, welche eine Äquivalenzrelation als Argument nimmt, ist wohldefiniert, wenn \(xRy \Rightarrow F(x)=F(y)\) bedeutet.
Äquivalenzrelationen Eine reflexive, symmetrische und transitive Relation, in welcher alle Elemente zu einander eine Beziehung haben
Restklasse Eine Menge von Elementen in einer Äquivalenzrelation, welche miteinander verbunden
\(x\equiv_5y\) \((x - y) \text{ ist ein vielfaches von 5}\)
transitiver Abschluss (\(R^+\)) Eine Relation \(R^+\), enhält zusätzlich zu R, alle Relation, damit R transitiv wird
reflexiv-transitiven Abschluss (\(R^*\)) Eine Relation \(R^*\), enhält zusätzlich zu \(R^+\), alle Relationen, damit \(R^+\) reflexiv wird.
DAG Ein gerichteten zyklenfreien Graphen ist ein Graph, welcher keine zyklen enhält
Dipartir Graph image-20220110094751764 Ein Graph, welcher nicht auf einer
Homogenen Relation funktioniert
Ordnungsrelation Ordnung, welche sicherlich reflexiv, transitiv
R-unvergleichbar Zwei elemente, wenn weder \(xRy\) und \(yRx\) gillt
R-minimal Ein Element, wenn kein Pfeil auf das Element zeigen
R-maximal Ein Element, wenn es keine Pfeile weg vom Element zeigen
Präordnung reflexiv und transitiv
Halbordnung Eine Präordnung (reflexiv und transitiv), welche auch noch antisymmetrisch ist (zyklenfrei)
totale/lineare Ordnung Eine Halbordnung (reflexiv, transitiv und antisymmetrisch) ohne R-unvergleichbaren Elemente (zyklenfrei)
Wohlordnung Eine totale Ordnung, bei welcher alle nicht leeren Teilmenge mindestens ein R-minimales Element (Element, auf welches keine Pfeile zeigen) enhalte (zyklenfrei)
topologische Sortierung Einen Pfad von Elemente, welche alle miteinander verbunden sind. Matematisch ist dies eine Ordnung: \((\preceq) \subseteq (M\times M\)). \(a\preceq b\) sagt aus, dass a der Vorgänger von b ist

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Hase Diagram

Funktioniert nur auf Halbordnungen, welche DAGs sind (also zyklen frei). Für grössere Diagramme kann man alle Elemente mit ihren Nachfolgern aufschreiben und danach alle Nachfolger streichen, welche ein Nachfolger eines Nachfolgers sind. Es lohnt sich zudemmit dem R-maximalen Element zu starten.

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Volständige Induktion

  1. IV - Induktions Verankerung: \(A(0)\), \(A(1)\), oder anderen Startwert
  2. IA - Induktions Annahme: \(A(n)\)
  3. IB - Induktions Behauptung: \(A(n+1)\)
  4. IS - Induktions Schluss: \(A(n)\Rightarrow A(n+1)\)

Kleinster Verbrecher

Es gibt eine Aussage \(A(n), n\in \N\), welche wahr sein soll.

  1. Behauptung: Es gibt ein "kleinsten Verbrecher" aka. die kleinste Zahl, welche die eigentlich Behaupt verletzt. (\(A(n_0):f\))
  2. Man versucht nun mit der kleinsten Zahl aus \(\N\), \(0\): \(A(0): t\) \(\Rightarrow\) Daher muss gelten \(n>0 \Rightarrow k+1=n\) (wobei \(k\in \N\))
  3. Nun kann \(k+1\) als \(n\) in \(A(n)\) eingesetzt werden (\(A(k+1)\)). Falls dies ein Wiederspruch ergibt, ist die Aussage \(A(n)\) wahr, da es keinen kleinsten Verbrecher gibt

Teilbarkeit

Begriff Erklärung
\(x\mid y\) X teilt y (achtung Reihenfolge)
\(T(x)\) Menge aller Teile von \(x\) (\(T(15)=\{1, 3, 5, 15\}\))
\(\pi(n)\) Wie viel Primzahlen kleiner als n sind
Prime Restklassen (\(\Z^*_{/7}\)) Eine Menge von Elementen mit einem multiplikativen inversem Element
Faktormenge (\(X_{/R}\)) Die Menge aller Äquivalenzklassen von \(X\) modulo \(R\)
\(X_{/R}=\{[x]_R\mid x \in X\}\)
Peano-Axiomen Die Zahl 0 ist eine natürliche Zahl. Jede natürliche Zahl \(k\) hat gtenau einen Nachfolger \(k+1\), welcher auch eine natürliche Zahl ist.
Die Zahl \(0\) ist die einzige Zahl, welc

Rechnenregeln ggT

  • \(n\cdot m=kgv(n, m)\cdot ggT(n, m) \Rightarrow kgV(n, m)=\frac{n \cdot m}{ggT(n, m)}\)
  • \(ggT(n, n)=n\)
  • \(ggT(n, 1)=1\)
  • \(ggT(n, 0)=n\)
  • \(ggT(n, m)=ggT(n, m-n)\)
  • \(ggT(n, m)=ggT(n, m-k\cdot n)\), wenn \(k\cdot n \le m\)
  • \(ggT(n, m)=a\cdot n + b \cdot m\), wenn \(x\neq y\) und \(a,b \in \N\)

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Um das \(kgV(x, y)\) zu bestimmen, wird eine Primfaktorzerlegung von \(x\) und \(y\) durchgeführt. Danach werden die höchsten Potenzen zusammen gerechnet. Für den \(ggT\) werden die tiefsten Potenzen verwendet.

(Erweiterten) Euklischer Algorithmus

\[ x_0=1\\ x_1=0\\ x_k=x_{k-2}-q_k\cdot x_{k-1}\\ \space \\ y_0=0\\ y_1=1\\ y_k=y_{k-2}-q_k\cdot y_{k-1} \]

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Modulare Arithmethik

für Multiplikation:

  • neutrales Element: \([1]_n\)
  • inverses Element:
  • Nur Zahlen, welche teilefrmed sind (\(ggT(Zahl, N)=1\))
  • Eine Zahl multipliziert mt ihrem inversen Element gibt \(1\)
  • Kann mit dem Erweiterten Euklidischen Algorithmus berechnet werden: \(Zahlenbereich \cdot x + Zahl \cdot y=1\) \(\Rightarrow y\) ist das multiplikative Inverse. (Zahl muss kleiner sein als Zahlenbereich, sonst muss gewechselt werden)

Eulerische \(\varphi\)-Funktion

Findet die Möchtigkeit einer Prime Restklassen heraus:

  1. \(\varphi(n\cdot m)=\varphi(n)\cdot \varphi(m)\), wobei gillt \(ggT(n, m)=1\)
  2. \(\varphi(p)=p-1\), wobei gillt \(p\in \mathbb P\)
  3. \(\varphi(p^k)=p^k-p^{k-1}\), wobei gillt \(k\in \N_{\gt0}\)

Beispiel:

\[ |\Z_{/8}^*|=\varphi(8)=\varphi(2^3)=2^3-2^{3-1} = 8 -4 =4\\ |\Z_{/15}^*|=\varphi(15)=\varphi(3\cdot5)=\varphi(3)\cdot \varphi(5)\\ |\Z_{/240}^*|=\varphi(240)=\varphi(2^4\cdot3\cdot5)=.. \]

Chinesischer Restsatz

Es gibt garantiert eine Lösung, wenn alle Modulos paarweise teilerfremd sind (alle mit allen den \(ggT\) von \(1\) haben)

Beispiel, um zu sehen, wie \(a_1\) und \(m_1\) zustande kommen: \(\(\begin{aligned} x\equiv_3 2 & \rightarrow &a_1=2 &m_1=3\\ x\equiv_5 7 & \rightarrow &a_2=3 &m_2=5\\ x\equiv_7 2 & \rightarrow &a_3=2 &m_3=7 \end{aligned}\)\)

  1. \(M_k\) berechnen: \(M_k=\frac{\prod m_i}{m_k}\)
  2. Das multiplaktive Inverse \(N_k\) für jedes \(M_k\) berechnen mit dem Module der Linie k
  3. Das Ergebnis mit \(x=\sum^n_{k=1}a_kM_kN_k\) berechnen

\(x\) ist im Modulo \(\prod_{i=1}m_i\) (das Produkt von allen Modulos)

Kleiner Satz von Fermat

Für \((p \in \R \wedge a \in \Z)\wedge p \not{|} a\) gillt \(a^{p-1}\equiv 1 \mod p\)

Beispiel:

\[ \begin{aligned} \begin{gathered} 26^{123}\mod 7 & ggT(26, 7)=1\\ 26^{7-1}\equiv_7 26^6\equiv_7 1\\ 26^{123}\equiv_7 (26^6)^{20}\cdot 26^3\equiv_7 1^20\cdot 26^3\equiv_7 5^3\equiv_7(-2^3) \equiv_7 -8 \equiv_76 \end{gathered} \end{aligned} \]